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Gesellschaft


Kursnummer: 20B890403

Info: Beginn: jeweils 19:00 Uhr, VHS-Bildungszentrum Norden, Uffenstr. 1

Mi., 20.01.2021
Städte im Regenwald: die Kultur der Maya
Die Maya-Kultur in Mexiko und Zentralamerika gehört zu den großen antiken Kulturen der Welt. Obgleich ihr Lebensraum von tropischem Regenwald geprägt war, gelang es den Maya, eine Vielzahl eindrucksvoller Städte mit monumentaler Architektur zu errichten, in deren Umfeld eine erstaunlich große Bevölkerung lebte. Zu ihrer Blütezeit zwischen dem 3. und 9. Jahrhundert n. Chr. war die Welt der Maya eine der am dichtesten besiedelten Regionen auf unserem Globus. Die Ernährung einer so großen Bevölkerung konnte nur gelingen, indem man sich an das tropische Ökosystem anpasste und ganz besondere Lebens- und Siedlungsformen entwickelte. Der Vortrag wird in diese neuen Erkenntnisse über die Städte der Maya einführen, aber auch in die Hieroglyphenschrift und den Kalender dieser Hochkultur.
Prof. Dr. Nicolai Grube
(Institut für Archäologie und Kulturanthropologie, Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
890402

Mi., 27.01.2021
Das alte China: Errungenschaften einer frühen Weltkultur
Keine andere frühe Weltkultur erscheint gegenwärtig derart präsent in der eigenen Gegenwart wie die des alten China. In einer scheinbaren Kontinuität begreift sich das moderne China als Erbe dieser frühen Hochkultur und definiert von dieser Basis aus viele seiner heutigen Charakteristika. Dazu gehört in erster Linie die chinesische Schrift, aber auch ein ganzer Wertekanon, der in den philosophischen Strömungen des alten China insbesondere dem Konfuzianismus seinen ersten Ausdruck fand. Damit setzt sich das moderne China von anderen Nationen ab und nutzt bewusst den Rückgriff auf die Vergangenheit, um die Zukunft zu gestalten. Das Webinar vermittelt Einblicke in die materiellen wie auch geistesgeschichtlichen Errungenschaften des alten China und hinterfragt die beschworene Kontinuität der chinesischen Kultur.
Dr. Monique Nagel-Angermann
(Institut für Sinologie und Ostasienkunde, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)
890403

Mi., 03.02.2021
Das klassische Athen: Wiege der europäischen Zivilisation
Am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. fanden in Attika entscheidende politische und soziale Umbauprozesse statt, welche die Stadt Athen und ihr Umland eine Sonderstellung in Griechenland einnehmen ließen. Zum ersten Mal in der Weltgeschichte wurde sozialer Einfluss rigoros von politischer Macht abgekoppelt, eine Staatsform entwickelte sich, welche die Athener selbst um 450 v. Chr. als 7/13 Demokratie bezeichneten, an der zumindest alle freien männlichen Bürger teilnehmen konnten. Dies führte zu einem ungeheuren Selbstbewusstsein: innerhalb kürzester Zeit wurden in Kunst, Architektur, Rhetorik, Philosophie, Drama und Geschichtsschreibung Gipfelleistungen erreicht. Der Vortrag soll diesen Weg anhand von Beispielen nachzeichnen. Dabei soll das klassische Athen beileibe nicht idealisiert werden: auch die dunklen Seiten sind anzusprechen. Athen agierte als maritime Großmacht imperialistisch und aggressiv in der Ägäis. Frauen, Sklaven, Fremde und Kinder (und d.h. die Mehrheit der Bevölkerung) waren von politischer Partizipation ausgeschlossen. Und obwohl sich eine hochstehende, demokratische Gerichtsbarkeit etablierte, die ein staatliches Gewaltmonopol (vergeblich) durchzusetzen suchte, waren z.B. Menschenrechte oder ein Berufungssystem unbekannt.
Prof. Dr. Werner Rieß
(Arbeitsbereich Alte Geschichte, Universität Hamburg)
890404

Mi., 10.02.2021
Das antike Persien – Weltmacht und Hochkultur
Unter der Königsdynastie der Achämeniden entwickelte sich Persien im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. zu einer glanzvollen Weltmacht. Auf dem Höhepunkt seiner Bedeutung erstreckte sich das persische Reich vom Mittelmeer bis zum Indus. Dieses Imperium hatte 200 Jahre lang Bestand, bevor es von Alexander dem Großen erobert wurde. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie die Perser zur Großmacht wurden und mit welchen Mitteln sie es verstanden, die Herrschaft über so viele Völker dauerhaft zu sichern. Dazu gehörten so unterschiedliche Instrumentarien wie die die Herstellung einer reichsweiten Infrastruktur und Toleranz gegenüber fremden Lebensformen. Auch in kultureller Hinsicht gehören die Perser in die erste Riege der antiken Völker. Davon zeugen die Prachtbauten von Persepolis ebenso wie die Errungenschaften in Kunst und Wissenschaften sowie die Religion. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie altpersische Kultur und Geschichte im heutigen Iran gesehen werden.
Prof. Dr. Holger Sonnabend
(Historisches Institut, Abteilung Alte Geschichte, Universität Stuttgart)
890405

Kosten: kostenfrei €

Datum Zeit Straße Ort
27.01.2021 19:00 - 21:15 Uhr Uffenstr. 1 Raum E07 (Forum)

 
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